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Ratgeber

Information Markets vs Prediction Markets: How Forecasting Aggregates Knowledge

Information markets and prediction markets are the same thing by different names. Learn how they aggregate dispersed knowledge into accurate probability estimates.

Jonas Becker
Sport-Redakteur — Quoten & Form · 1. Mai 2026 · 3 min Lesezeit

Informationsmärkte: Wie Prognosemärkte kollektives Wissen zusammenfassen

In der Fachliteratur werden sie als „Informationsmärkte" bezeichnet. Marktteilnehmer sprechen von „Prognosemärkte." Technologie-Experten verwenden den Begriff „Futarchie." Alle drei Begriffe beschreiben denselben Mechanismus: ein Markt, der finanzielle Anreize nutzt, um verstreute private Informationen in eine öffentliche Wahrscheinlichkeitsschätzung umzuwandeln.

Der zentrale Gedanke: Preise enthalten Informationen

Friedrich Hayeks Aufsatz von 1945 „The Use of Knowledge in Society" zeigte, dass Preissysteme das grundlegende Problem der Informationsaggregation lösen, das kein einzelner Akteur allein bewältigen kann. Prognosemärkte wenden dieses Prinzip auf zukünftige Ereignisse an: Der Kurs eines JA-Anteils fasst zusammen, was alle Marktteilnehmer gemeinsam über die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses wissen.

Jeder Teilnehmer an einem Prognosemarktet verfügt über spezialisiertes Wissen: Ein Politikanalyst kennt die Qualität von Umfragen, ein Sportwetter hat Informationen über Verletzungen von Spielern, ein Wissenschaftler weiß über Forschungsfortschritte Bescheid. Durch ihre Handelsaktivitäten integrieren sie dieses spezialisierte Wissen in den Marktpreis. Der resultierende Marktpreis fungiert als öffentliches Signal, das Informationen enthält, die niemand einzeln besitzt.

Anwendungen über den reinen Handel hinaus

Informationsmärkte wurden für folgende Zwecke vorgeschlagen und eingesetzt:

  • Unternehmensplanung: Interne Prognosemärkte, auf denen Mitarbeiter auf Produktergebnisse wetten
  • Wissenschaftliche Vorhersagen: Märkte zur Überprüfung von Forschungsergebnissen
  • Politische Bewertung: Robin Hansons „Futarchie" — Prognosemärkte zur Evaluierung von Politikvorschlägen einsetzen
  • Geheimdienste: Die CIA nutzte Marktmechanismen in ihrer Forschung zur Analyse konkurrierender Hypothesen
  • Lieferkettenmanagement: HP setzte interne Prognosemärkte für Verkaufsprognosen ein

Prognosemärkte versus Expertengremien

Traditionelle Prognosen stützen sich auf Expertengruppen, die ihre Sichtweisen durch Diskussion und Konsensbildung zusammenfassen. Informationsmärkte bieten entscheidende strukturelle Vorteile:

  • Anonymität eliminiert sozialen Druck: Experten orientieren sich oft an bestehenden Meinungen; Trader müssen keine Reputationskosten für abweichende Positionen fürchten
  • Ständige Anpassung: Marktpreise reagieren unmittelbar; Expertengremien treffen sich nur selten zusammen
  • Finanzielle Motivation: Korrekte Prognostiker verdienen Geld; korrekte Experten werden selten belohnt
  • Keine Vorsitzenden-Effekt: Der ranghöchste Experte im Raum kann die Gruppe nicht in Richtung seiner eigenen Ansicht lenken

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Häufig gestellte Fragen

Sind Prognosemärkte dasselbe wie Informationsmärkte?
Ja — „Prognosemarktet," „Informationsmarktet," „Ideenfutures" und „Ereigniskontrakt" werden synonym verwendet. Sie beschreiben denselben Mechanismus des Handels mit Ereignisergebnissen.
Wer hat Prognosemärkte erfunden?
Robin Hanson von der George Mason University entwickelte in den 1990er Jahren einen großen Teil der theoretischen Grundlagen. Die praktische Umsetzung begann 1988 mit den Iowa Electronic Markets.
Können Prognosemärkte manipuliert werden?
Kurzfristige Manipulationen sind möglich, aber teuer in der Aufrechterhaltung. Forschungsergebnisse zeigen, dass Manipulatoren, die Preise vorübergehend bewegen wollen, Geld verlieren, wenn besser informierte Trader die Preise korrigieren. Große, liquide Märkte sind hochgradig manipulationsresistent.
Jonas Becker
Sport-Redakteur — Quoten & Form

Jonas vergleicht seit 2019 Sport-Quoten zwischen Polymarket, Betfair und klassischen Buchmachern. Spezialist für Bundesliga und europäische Vereinswettbewerbe.